Was sind die größten Stromfresser daheim?

Von Dominika Hrubcová, 9. März 2020

Ein neues Bewusstsein im Umgang mit Elektrogeräten stellt sich ein, was unter anderem mit dem sich änderndem Energiemarkt verbunden ist. Mehr Haushalte denn je bemühen sich darum, ihren Stromverbrauch zu senken und so die Haushaltskasse zu entlasten. Aber trotz intensiver Bemühungen bleibt der Erfolg manchmal aus – oft weil einige der heimischen Stromfresser unentdeckt bleiben und deshalb an der falschen Stelle gespart wird.

In diesem Beitrag möchten wir aufzeigen, welche Geräte vergleichsweise viel Strom verbrauchen. Mit diesem Wissen kann es leichter fallen, die richtigen Sparmaßnahmen zu ergreifen und somit die Stromrechnung zu senken.

Heizung

Sofern die Wohnräume mit Nachtspeicheröfen beheizt werden, ist ein vergleichsweise hoher Stromverbrauch nicht überraschend. Diese Heizungen werden mit Strom betrieben, der üblicherweise nachts über einen vergünstigten Tarif bezogen wird. Wer auf diese Weise heizt, sollte in jedem Fall prüfen, ob geeigneter Heizstrom bezogen wird oder sich ggf. der Wechsel in einen anderen Tarif empfiehlt. So ist es oft möglich, die Stromrechnung deutlich zu senken.

Bei anderen Heizungen kann ebenfalls Einsparpotenzial bestehen. Ob klassischer Heizkörper oder Fußbodenheizung, die Energie wird per Umwälzpumpe zugeführt. Alte Pumpen weisen einen hohen Verbrauch auf und können die Stromrechnung unnötig in die Höhe treiben. In solch einen Fall kann sich der Umstieg auf eine neue Pumpe schnell rechnen.

Große Elektrogeräte

Der Klassiker unter den Maßnahmen zum Stromsparen ist das Ausschalten des Lichtes. Doch im Zeitalter von Energiesparlampen und LED-Leuchten wirkt sich die Beleuchtung nicht sonderlich auf die Stromrechnung aus. Große Elektrogeräte, wie Fernseher und Gefriertruhe, verbrauchen im Vergleich oft deutlich mehr Strom.

Das Alter der Geräte hat einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch. Alte Gefriertruhen und Gefrierschränke sind meist vergleichsweise schlecht isoliert und gelten daher als Stromfresser. Neue Geräte weisen häufig eine höhere Energieeffizienz auf, was unter Umständen eine erhebliche Ersparnis bedeutet. Allerdings ist auch das Nutzungsverhalten entscheidend: Je stärker das Gerät kühlen soll, desto höher der Stromverbrauch.

Beim Fernseher ist die Situation ähnlich. Zwar sind moderne Flachbildfernseher im Vergleich zu alten Röhrengeräten deutlich sparsamer, jedoch geht dieser Vorteil durch immer größere Bilddiagonalen verloren. Ein Dauerbetrieb, insbesondere wenn niemand zusieht, bedeutet unnötige Stromkosten.

Standby-Geräte

An der „alten Leier“ über Geräte im Standby-Betrieb ist mehr dran, als gerne vermutet wird. Zwar gibt es zunehmend mehr Hersteller, die ihre Elektrogeräte diesbezüglich optimieren, dennoch verbrauchen einige Geräte im Standby-Betrieb überraschend viel Strom. Solche Geräte gilt es zu kennen, um sie – sofern möglich – richtig ausschalten zu können.

Dauerbetrieb „kleiner“ Geräte

In den meisten Haushalten mehrt sich die Anzahl „kleiner“ Geräte, die sich im Dauerbetrieb befinden. Einige dieser Geräte mögen zwar klein erscheinen, verbrauchen jedoch beachtlich viel Strom. In diese Kategorie fallen z.B. Geräte mit permanenter Internetverbindung, wie z.B. Internet-Router, TV-Sticks sowie Produkte rund um das Smart-Home.

Aquarium

Aquarien sind schön anzusehen und deshalb auch populär. Allerdings können sie echte Stromfresser sein, besonders wenn sie viel Wasser fassen. Heizstab und Pumpe sind meist fortlaufend im Betrieb, was sich unweigerlich auf die Stromrechnung auswirkt. Das Einsparpotenzial durch den Umstieg auf moderne Technik ist in diesem Bereich allerdings relativ gering.

Tipp: Stromverbrauch einzelner Geräte messen

Wie bereits angedeutet, können einige der genannten Geräte durchaus eine gute Energieeffizienz vorweisen. Allerdings ist das nicht immer der Fall, weshalb es umso sinnvoller ist, eine gezielte Kontrolle vorzunehmen und den eigenen Elektrogeräten auf den Zahn zu fühlen.

Für kleines Geld sind im Handel sind Stromzähler erhältlich, die auch für den Laien verständlich zu bedienen sind. Zwischen Steckdose und Verbraucher gesteckt, ermitteln sie den genauen Energieverbrauch und können diesen zum Teil sogar direkt in Stromkosten umrechnen. Wer heimliche Stromfresser aufspüren möchte, sollte sich solch einen Stromzähler anschaffen.